Gedicht-Service

Brauchen Sie einen Reim
und haben kein`n?
Ich fädel ihn für Sie ein,
auch ohne ein Glas Wein!
Und schick ihn in Ihr Heim
für einen kleinen Schein.

Das einzige, was ich dafür von Ihnen benötige, sind aufschlußreiche Informationen über die zu bereimenden Personen und das bevorstehende Ereignis.

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Gute Freunde ziehen in eine andere Stadt

Wißt Ihr wieviel Sternlein stehen
Und mit Euch nach Usingen gehen?
Die werden uns hier am Himmel fehlen,
wir werden sie jeden Abend zählen!
Ihr seid nun fort,
an einem andern Ort.
Wir lassen Euch nur ungern ziehen,
wann werden wir Euch wiedersehen?
Das ist ein Abschied mit Schmerzen,
doch Ihr bleibt immer in unsern Herzen.

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Zur Pensionierung vom besten Chef der Welt
(Beruht auf einer wahren Begebenheit)

Zur Sommerzeit
Er uns gern mit Erdbeeren erfreut.
In der Mittagspause
Fährt er jetzt nicht mehr nach hause,
sondern aufs Erdbeerfeld –
unser Bereichsdirektor von Welt!
Da wird sich gebückt
Und ordentlich gepflückt,
daß manch einer denkt,
der sich die Plagerei schenkt,
der im Anzug ist doch verrückt.
Aber nur die Beere aus der prallen Sonne
Bringt im Aroma wahre Wonne.
Die Körbchen sind voll,
die Pause ist um,
zurück zu Frau Noll,
die sitzt da schon rum.
Jetzt geschwind
Wie der Wind
Mit der ganzen Masse
Zur Sparkasse.
Er drückt aufs Gas,
das macht ja auch Spaß.
Doch in der Stadt
Ist der Tacho ab fünfzig satt.
Und ab Kmh siebzig
Ist es auch nicht mehr witzig.
Auf dem Foto lächelt er noch verschmitzt –
Bin ich jetzt wohl geblitzt?
Aber sicher, und auch noch gut getroffen,
da braucht er gar nicht groß zu hoffen.
Es kommt, was kommen muß: ein Bußgeldbescheid.
Nur der Überweisungsträger wird davon eingeweiht.
Die Erdbeerzeit
Er hoffentlich nie bereut –
Auch wenn die Früchte heuer
Waren ziemlich teuer...

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Zur Verabschiedung einer Kollegin in die Elternzeit

Du hast uns nun verlassen,
wir suchen Dich in allen Gassen,
Fluren, Korridoren –
Doch Du bleibst verloren.
Du bist ja jetzt in Mutterschutz,
alles, was Dir bleibt, ist Hausputz.
Du wirst jetzt eine richtige Glucke,
was aus uns wird, ist dir wohl schnuppe!
Keine Akten mehr schleppen –
Nur noch schmutzige Windeln runter die Treppen.
Keine Beschlüsse mehr tippen –
Jetzt nur noch dein Töchterchen wippen.
Keine Telefonate mehr am laufenden Band –
Nur noch Kindergeschrei aus erster Hand.
Nie wieder Vorlagen fünffach, sechsfach kopieren –
Stattdessen beim Windelnwechseln anfangs noch zieren
Und mit Ingo des nachts auf dem Schlafsofa frieren.
Keine Avale mehr ein- und ausbuchen –
Nur noch das Spielzeug zusammensuchen
Und für die Gäste backen den Kuchen.
Wir wünschen Dir, Deinem Mann und Lara
Hoffentlich wird sie mal ein guter Sparer!
Für Euer junges Familienglück
Gesundheit und alles Gute – Stück für Stück.

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Zum 70. Geburtstag einer guten Freundin

Viele Jahre schon dürfen wir an Deiner Seite weilen
und High- und Lowlights mit Dir teilen.
Herzen und Seelen haben wir dabei immer wieder sehen heilen.
Beim Meditieren
tats Du manchmal frieren.
Doch das sollte Dich nicht weiter irritieren.
Woran wirst Du wohl in den nächsten Jahren feilen,
in welche Höhen Dein Geist hineilen?
Woran Dich ergötzen,
voller Energie strotzen?
Sicher gibts da ein paar Fragen.
Die wird Astrid Schrammel mit Dir an die Oberfläche tragen.
Und womöglich dazu auch die Antworten wagen.
Was die Zukunft Dir bringt,
womit das Schicksal noch so winkt...
Der Funke, der in Deinen Augen blinkt,
auf alle Menschen überspringt.
Mögest Du noch reichlich Urenkel kriegen
und sie in Deinen Armen wiegen,
derweil sie ihre Wange an die Deine schmiegen.
Zum Schluß nur eine Bitte:
Bleibe immer in unsrer Mitte!